Depression

Was ist eine Depression?

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich in unterschiedlichen psychischen und physischen Beschwerden und Symptomen zeigen kann.

Zu diesen Symptomen zählen:

  • anhaltend gedrückte Stimmung
  • Niedergeschlagenheit
  • Hemmung in Antrieb und Denken
  • Grübeln und negative Gedankenschleifen
  • Interessenverlust
  • sozialer Rückzug
  • verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Verlust von Selbstwertgefühl
  • Schuldgefühle
  • deutliche Senkungn der Lebensqualität
  • erhöhte Ermüdbarkeit, Erschöfpung
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitstörungen
  • Schmerzzustände
  • Suizidgedanken
  • etc.

Die Depression ist eine ernste und behandlungsbedürftige Erkrankung, die nicht durch Willenskraft oder Selbstdisziplin des Betroffenen beeinflusst werden kann. Eine große Zahl der Betroffenen hegt früher oder später Suizidgedanken. Sollten Sie diese bei sich feststellen, suchen Sie sich bitte umgehend Hilfe und Unterstützung.

Gut, kurz und knackig erklären diese Videos was eine Depression ist, wie sie sich anfühlt und wie sie sich von einer normalen Verstimmtheit unterscheidet: https://www.youtube.com/watch?v=SJ9aZMw9pac (Quelle: ARD, gut zu wissen), https://www.youtube.com/watch?v=1UiA32Qv4yE (Quelle: WHO)

Eine Depression kann jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung, oder Status. Nach aktuellen Studien, liegt in Deutschland die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken zwischen 7% und 18%, Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Viele Betroffene suchen jedoch aus Unwissenheit, Verdrängung oder Schamgefühl keinen Arzt auf. Oft werden Depressionen auch wegen Ihres vielfältigen Erscheinungsbildes vom Hausarzt nicht sicher erkannt. Ist die Diagnose einmal richtig gestellt, kann mehr als 80% der Betroffenen dauerhaft erfolgreich geholfen werden.

 

Wir schauen gemeinsam auf Ihre individuellen Lebensumstände, Schwierigkeiten, Symptome und mögliche Ursachen und finden gemeinsam einem Weg nach vorn in Richtung Lösung und Besserung.

Kontatkieren Sie mich telefonisch, per Email oder vereinbaren Sie online einen Termin zu Ihrem kostenlosen Erstgespräch.

 

 

Was sind mögliche Ursachen / Risikofaktoren einer Depression?

Wie eine Depression entsteht, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass immer mehrere Faktoren eine Rolle spielen (-> multifaktorielle Genese) – innere wie äußere Faktoren. Es gibt biologische, genetische und psychosoziale Auslöser – wie groß der Einfluss der verschiedenen Faktoren ist, ist individuell unterschiedlich.

Zu den Risikofaktoren einer Depression zählen:

  • Stress
  • genetische Veranlagung
  • schwere / chronische Erkrankungen
  • belastende Ereignisse
  • fehlregulierter Botenstoffwechsel im Gehirn
  • fehlregulierte Stresshormone
  • persönliche Lebenseinstellungen
  • persönliche Verletzlichkeit (Vulnerabilität)

Eine Rolle bei der Entstehung einer Depression spielt die individuelle Vulnerabilität eines Menschen. Bei hoher Vulnerabilität, kann schon geringer Stress eine Depression zur Folge haben. Menschen mit geringer Vulnerabilität, d. h. resilienten (wiederstandsfähigen) Menschen, können auch stark belastende Ereignisse gut bewältigen. D. h. nicht nur die objektive Schwere einer Belastung ist entscheidend, ob eine Depression entsteht.

Ebenso starken Einfluss haben die Erfahrungen, die ein Mensch in seinem Leben gemacht hat, sowie die Fähigkeiten, die ein Mensch im Umgang mit belastenden Situationen erworben hat.

Gestörter Botenstoffwechsel im Gehirn

Die Nervenzellen in unserem Gehirn kommunizieren miteinander über elektrische Impulse und Botenstoffe, sog. Neurotransmitter. Es gibt Hinweise darauf, dass dieser sogenannte Hirnstoffwechsel während einer Depression verändert ist.

Fehlregulierte Stresshormone

Andere Erklärungsansätze machen eine Fehlregulation der Stresshormone für die Depression verantwortlich. Insbesondere hat man bei depressiven Menschen einen erhöhten Cortisolspiegel festgestellt. Das kann Auslöser für, aber auch Folge einer Depressionserkrankung sein.

Körperliche Erkrankungen und Depressionen

Körperlichen Krankheiten können ihrerseits eine Depression begünstigen. Insbesondere Erkrankungen des Gehirns und Hormonstörungen wie z. B. eine Schilddrüsenunter- oder -überfunktion beeinflussen das Gefühlsleben. Ein weiteres Beispiel ist das Cushing Syndrom, bei dem zu große Mengen an Cortisol in der Nebennierenrinde ausgeschüttet werden – die Folge ist oft eine depressive Phase.

Schwere / chronische Krankheiten stellen eine Dauerbelastung für die Psyche dar, so dass auch hier Betroffenen eine Depression entwickeln können. Eine Depression kann den Verlauf solcher Erkrankungen ungünstig beeinflussen.

Depressionen und somatoforme Störungen

Depressionen begünstigen sog. somatoforme Störungen. Darunter zu verstehen sind chronische Beschwerden, für die sich keine organische Ursache finden lässt. Dazu gehören vor allem Schmerzen (z. B. Rücken, Bauch, Gelenke). Aber auch Verdauungsstörungen, Herzprobleme, Schlafstörungen oder Atemprobleme können somatoform sein.

Altersdepression

Alt werden ist für viele Menschen ein Prozess, der vor allem Verluste mit sich bringt: das Ende des Berufslebens bedeutet für viele zunächst ein Gefühl der Leere, des „nicht-mehr-gebraucht“-Werdens und bedeutet eine große Anpassungsleistung. Oft kommen der Tod von Partner und Freunden hinzu. Die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt ab, Krankheiten treten auf. All diese Veränderungen belasten und verursachen Stress. Aus diesem Grund steigt im Alter das Risiko für Depressionen.